Ausbildungsmarkt

Weiterhin großes Ausbildungsengagement der Unternehmen

Auch 2019 hat sich die aus Sicht der Jugendlichen positive Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt fortgesetzt. Die Unternehmen haben aber immer größere Schwierigkeiten, geeignete Bewerberinnen und Bewerber zu finden. Das zeigt sich besonders durch den Rückgang der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge.

Ende September 2019 konnte aus Sicht der Jugendlichen eine positive Bilanz auf dem Ausbildungsmarkt gezogen werden. Die Betriebe hatten zunehmend Schwierigkeiten, geeignete Bewerberinnen und Bewerber zu finden. Um sich die Fachkräfte von morgen zu sichern, haben sie ihr Ausbildungsangebot wiederum erhöht. Den zum 30. September 2019 noch unvermittelt gemeldeten Jugendlichen standen noch ausreichend unbesetzte Ausbildungsplätze gegenüber. Ein solches Ausbildungsstellen-„plus“ gab es das 12. Jahr in Folge.


So wurden in 2019 556.041 betriebliche Ausbildungsplätze angeboten – das sind 1,7 Prozent oder 9.465 mehr als vor einem Jahr. Insgesamt betrug die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze 571.982. Die Zahl der Bewerber sank mit 511.799 bemerkbar unter das Vorjahresniveau (-4,4 Prozent bzw. – 23.824 Bewerber). Zum 30. September 2019 gab es auch wieder – wie bereits in den 11 Vorjahren – mehr unbesetzte Ausbildungsplätze als noch unvermittelt gemeldete Ausbildungsbewerber. Das Angebot überstieg die Nachfrage um 28.612 Plätze (2018: 33.116): Zum 30. September 2019 waren noch 24.525 Bewerber bei den Arbeitsagenturen als unvermittelt registriert. Ihnen standen 53.137 unbesetzt gemeldete Ausbildungsplätze gegenüber. Weitere 39.800 Bewerber und Bewerberinnen kamen im sog. 5. Quartal hinzu; insgesamt konnten dadurch 25.600 in eine Ausbildung oder eine Alternative vermittelt werden.

In Industrie und Handel wurden bis Ende September 304.593 Ausbildungsverträge abgeschlossen, das sind 5.238 (-1,7 Prozent) weniger als im Vorjahr, und im Handwerk 142.875 Ausbildungsverträge – ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 2.433 (-1,7 Prozent). Bei den freien Berufen wurden 47.136 Verträge abgeschlossen, ein Plus von 891 (+1,9 Prozent).

Ein Minus von insgesamt 6.333 (- 1,2 Prozent) neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen lässt die Wirkungen eines um 4,4 Prozent gesunkenen Bewerberpools besonders spürbar werden.
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